Victoria
Fakten:

Anorexia (Ana):
Magersucht (Anorexia nervosa) ist eine krankhafte Essstörung, die durch starken Gewichtsverlust gekennzeichnet ist und sich dadurch von der "Ess-Brech-Sucht" (Bulimie) unterscheidet. Meist sind junge Frauen in der Pubertät betroffen.

Etwa 1% der Frauen und 0,1% der Männer im Alter von 15 bis 25 Jahren leiden an Anorexie. Die Ursachen der Magersucht sind vielfältig. Sie basieren auf genetischen Faktoren, psychischen Belastungen in der Pubertät - durch Veränderung des Körpers und ungelöste familiäre Konflikte - sowie gesellschaftliche Einflüsse ("Schlankheitsideal"). Es kommt zu einer Körperschemastörung; das heißt, die Betroffenen fühlen sich auch bei hochgradigem Untergewicht zu dick und zwingen sich zu weiterer Gewichtsreduktion.

Bulimia (Mia):
In der Umgangssprache kennt man sie als Ess-Brech-Sucht: die Bulimie, eine Essstörung mit Heißhungerattacken bzw. Essanfällen und anschließend selbstausgelöstem Erbrechen sowie Missbrauch von Medikamenten, um eine Gewichtszunahme zu verhindern. Im Gegensatz zur Magersucht (Anorexia nervosa) sind die Betroffenen meist normalgewichtig. Bei der Variante "Binge Eating" handelt es sich um Essattacken ohne das für Bulimiker typische Erbrechen.

Die Bulimie betrifft in über 90% der Fälle Frauen. In einem Alter von 18-35 Jahren leiden ca. 2,5% der Frauen daran. Die Ursachen reichen von psychischen und familiären Belastungen über biologische Faktoren bis hin zum gesellschaftlichen Schlankheitsideal. Charakteristische Symptome einer Bulimie sind Essanfälle, Depressivität (Selbstvorwürfe nebst Schamgefühl), Erbrechen und dadurch ausgelöste Folgeschäden (Karies, Elektrolytmangel, etc.).

Die Patientinnen versuchen, ihre Essstörung geheim zu halten. Im Durchschnitt wird nach fünf Jahren der erste Behandlungsversuch unternommen. Dabei ist zuerst die Normalisierung des Essverhaltens wichtig. Im Anschluss folgt die psychotherapeutische Behandlung der zu Grunde liegenden Ursache. In 40% der Fälle kommt es zu einer deutlichen, in 20% zu einer geringen Besserung; bei den Übrigen erweisen sich Therapien als erfolglos (sog. chronischer Verlauf).

Symptome sind ein Gewichtsverlust bis zu 50% des Ausgangsgewichts und als Folge: körperliche Schäden mit Hormonstörungen und Ausbleiben der Menstruation, Muskelschwäche, Kreislaufproblemen und Mangelerscheinungen durch ein Vitamin- und Mineralstoffdefizit. Wegen fehlender Krankheitseinsicht und potenzieller Selbstmordgefahr ist in schweren Fällen eine Behandlung im Krankenhaus notwendig.

Erstes Ziel einer Therapie ist die Gewichtszunahme, wobei Nährstoffe auch als Infusion verabreicht werden (können). Anschließend wird eine langfristige Psychotherapie meist unter Einbeziehung der Familie durchgeführt. Etwa ein Drittel der Magersüchtigen erreicht das Normalgewicht, bei ebenso vielen nimmt die Anorexie einen chronischen Verlauf und 10-15% sterben an den Folgen der Krankheit.

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